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Sind die heiligen Schriften gechannelte Botschaften?

  • Autorenbild: imperatoria84
    imperatoria84
  • 16. Mai 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Sind die heiligen Schriften, die wir kennen von der Bibel, der Tora, dem Koran, der Bhagavad Gita am Ende doch «nur» gechannelte Botschaften?


Aus meiner Warte aus sind es Texte die einerseits das Zusammenleben regeln sollen und andererseits das Gottesbild definieren. Diese Schriften entstanden zu einer Zeit, wo es noch keine Gesetze gab, die schriftlich in Gesetzesbüchern festgelegt wurden. Viele dieser Gesetze gelten heute als überholt und werden von manchen Menschen gar als Korsett bezeichnet. Andere bildeten die Grundlage zu unseren heutigen Gesetzen. Wobei viele Erklärungen aus spiritueller Sicht zu den entsprechenden Gesetzen fehlen. Viele dieser Regeln und Gesetze, die in bestimmten Schriften festgelegt wurden, haben in dem Sinne wenig mit Gott, Spiritualität oder metaphysischen Themen zu tun.


Die Bibliothek der vedischen Schriften ist im Vergleich zu anderen sehr umfangreich, detailliert und komplex aufgebaut. Diese Schriften wurden im Vergleich zu den Schriften der Mosaischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) bereits viel früher mündlich überliefert und dann schriftlich festgehalten. Da diese vor dem Kali Yuga übermittelt wurden, kann man davon ausgehen, dass vieles noch mit reiner Absicht niedergeschrieben wurde. Diejenigen die ihr Wissen niederschrieben in den vedischen Schriften bezeugten zugleich, dass sie ihr Wissen von höheren Lichtwesen bekommen hatten. Solche Parallelen finden wir aber auch in der Bibel, wenn zum Beispiel geschrieben ist, dass den Menschen Engel erschienen seien, die ihnen eine Botschaft verkündete. Die Texte der heiligen Schriften sind in der Regel ein Sammelsurium von verschiedenen Menschen und ihren Botschaften aus unterschiedlichen Zeitepochen und Orten, die zusammengetragen, wurden. Die Absicht dahinter war jeweils sehr vielfältig und hatte nicht immer etwas mit spiritueller Schulung und Metaphysik zu tun, sondern eher mit dem Regeln des Zusammenlebens. Oft wurden die heiligen Schriften auch als Kontrollinstrument genutzt für und gegen die Gläubigen.


Der metaphysische Aspekt der heiligen Schriften wie oder wer dieses göttliche Wesen ist und wie es definiert wird nimmt in den meisten heiligen Schriften einen grossen Raum ein. Dieses Gottesbild ist teilweise eine Projektion des menschlichen Verstandes mit Bedürfnissen behaftet und Erwartungen überschüttet. Das mit dem göttlichen Wesen, dem Absoluten nicht viel zu tun hat. (absolut bedeutet losgelöst, unabhängig) Absolut und absolutistisch ist ein schmaler Grat und gerade im Kali Yuga wurde das Wort Gott oft missbraucht für die eigenen Bedürfnisse und Zwecke. An diesen Schriften schrieben aber nicht nur Menschen, die aus ihrer Mitte gefallen waren, sondern auch solche die tatsächlich eine Anbindung an das Göttliche hatten und selbstlos den Samen des Bewusstseins auf der Erde säten. Gerade in der Bhagavad Gita wird ein sehr genaues Bild dieses göttlichen Wesens umrissen, aber auch der gesamten multidimensionalen Schöpfung. Hier wird Gott nicht nur als strafender oder liebender Gott definiert, sondern als Wesen beschrieben mit einem eigenen Willen und Bewusstsein. (unabhängig vom Menschen) Ein Wesen das sich in viele Aspekte gliedert, ähnlich wie der Mensch. In verschiedene Tätigkeitsfelder unterteilt wie Schöpferwesen, Transformator, Erhalter und Urgrund der Schöpfung. Die metaphysischen Bereiche dieser Schriften geben dem Menschen die Möglichkeit sein eigenes Wesen und seine eigene Existenz in einem anderen Kontext zu betrachten, der nicht rein zweckbedingt und an die Materie gebunden ist. Es gibt ihm die Möglichkeit sich zu erinnern. Ich gehe davon aus, dies ist aus ganzheitlicher Sicht der wichtigste Grund gewesen, warum die Schriften überhaupt niedergeschrieben wurden. Da viele der Eingeweihten wussten, dass ein dunkles Zeitalter kommen würde, wo der Mensch an einer Art spiritueller Amnesie leiden würde. 😊


Ich bin sicher, die heiligen Schriften werden umgeschrieben nach dem Kali Yuga, wenn es sie denn überhaupt noch braucht, damit der lichtvolle und ganzheitliche Kern dieser Botschaften wieder mehr zum Tragen kommt. Zu der Frage ob die heiligen Schriften gechannelte Botschaften sind würde ich antworten, zumindest der metaphysische Teil darin ist grösstenteils gechannelt. Die Wesen, die diese Botschaften übermittelt hatten, waren aber nicht immer von lichtvoller Natur.

Auch wenn diese Schriften eine schöne Brücke bauen zum Göttlichen, so trägt unsere Seele alles Wissen über den Kosmos in sich und braucht keine fremden Botschaften. Die Beziehung zu Gott ist individuell, so wie wir auch. Die Liebe zu unserem Schöpfer ist individuell und sollte aus unserem Inneren heraus authentisch gefühlt und gelebt werden, sodass es keine Definition im Aussen braucht, die uns sagt wie diese Liebe zu sein hat. Gottes Wesen kann mit Worten beschrieben werden, aber nur mit unserem Herzen und unserer Seele erfahren und erkannt werden.



 
 
 

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